
Das Amtsgebäude einer Zentralstelle kann man sich als Grand Hotel mit Strom, fließend Wasser, Telefon- und Fließbandanschluss – einschließlich Sprungmarken und Warentrennern – vorstellen, ein gleichsam dem Recht und seiner Automation gewidmetes Stählernes Gehäuse rationaler Arbeitsteilung und Datenverarbeitung, zudem zugunsten Schreibtischlampen und Tabelliermaschinen neuester Bauart elektrifiziert, eine Feuerleitstelle der Aktenzurichtung und -expedierung, wie sie vormals oft in einer Strafkolonie, einem Schloss oder einem Dorfwirtshaus – einem Bau – zu finden war. Auf den Amtsfluren vor den Bureaus und Vorzimmern mit ihren Tischen (auf denen Staats-Tafeln, Papier, Bleistift & ein Regelwerk für Nachrückende bereitliegen, allesamt auch Flächen), in denen von den Leitlinien der Dienstpragmatik und Kanzleiordnung unterstützt aufgenommen, gerechnet (mit allen Formen und Folgen funktionaler Organisationen), konzipiert, korrigiert und ins Reine geschrieben wird, die Rekursionsfähigkeiten des Selbstläufers Akt verfolgt werden, bewegen sich Amtsdiener, Dienstmänner, Fahrradboten, Rohrpostbeamte, Typewriter und – meist zu den Mittagsstunden, jedenfalls präzise außerhalb der Zeiträume eines ebenso unvorsichtigerweise wie rechtlich vorgesehenen, etablierten Publikumsverkehrs – auch Entscheidungsträger, wohingegen die kurzen Dienstwege, effizient da informell, in den Schliefgängen, über Verbindungskorridore im Untergeschoss (die Dachböden bleiben den Verfahren vorbehalten) und vermittels Tapetentüren vonstatten gehen.